Wimberg: Elisabethfehnkanal hat eine besondere Bedeutung

Johann Wimberg tritt heute das Amt des Landrats im Landkreis Cloppenburg an. Der Landkreis Cloppenburg spielt für den Erhalt des Elisabethfehnkanals eine wichtige Rolle. Im August 2013 hat der Kreistag auf Vorschlag des damaligen Landrats Eveslage beschlossen, die Trägerschaft für die neue Schleuse Osterhausen zu übernehmen. Dies ist wichtige Voraussetzung dafür, dass Bund, Land und andere Geber den Neubau mitfinanzieren werden. Vor der Landratswahl im Mai 2014 führten wir ein kleines Interview mit dem damaligen Kandidaten Wimberg, das wir heute an dieser Stelle veröffentlichen. Dem neuen Landrat wünschen wir eine erfolgreiche Amtszeit und freuen uns auf gute Zusammenarbeit!

Frage: Der Landkreis Cloppenburg hat 2013 beschlossen, sich aktiv in die Rettung des Elisabethfehnkanals einzuschalten und als Träger für die neue Schleuse Osterhausen zur Verfügung zu stehen. Wie werden Sie sich als Landrat für die Rettung des Elisabethfehnkanals einsetzen?

Wimberg: Im Falle meiner Wahl zum Landrat stehe ich zu den Entscheidungen des Kreistages und werde mich weiterhin beim Bund wie beim Land Niedersachsen für den Erhalt und die Förderung des Elisabethfehnkanals einsetzen. Der Elisabethfehnkanal als einziger noch voll schiffbarer Fehnkanal Deutschlands hat für unsere Region touristisch und kulturell eine besondere Bedeutung. Der Landkreis Cloppenburg hat dies erkannt und sich daher als Träger für die Erneuerung und den Betrieb der Schleuse Osterhausen zur Verfügung gestellt. Das ist ein positives und bemerkenswertes Zeichen an den Bund, der hier nun tätig werden muss, um die Voraussetzungen für die Übertragung der Schleuse und die Mitfinanzierung der Erneuerung zu schaffen. Wir müssen das Land Niedersachsen davon überzeugen, den Elisabethfehnkanal auch als touristische Infrastruktur anzuerkennen.

Frage: Die Bürgerinitiative Rettet den Elisabethfehnkanal engagiert sich seit eineinhalb Jahren öffentlich für ihr Anliegen und drängt die Politiker zum Handeln. Was halten Sie davon, wenn sich Bürgerinnen und Bürger in dieser Weise „in die Politik einmischen“?

Wimberg: Ich begrüße dieses bürgerschaftliche Engagement ausdrücklich, denn es ist schon entscheidend wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger Ihre Anliegen zur Sprache bringen. Dadurch sehe ich Rückenwind für die kommunalpolitischen Vertreter vor Ort und im Landkreis, wenn es um berechtigte Forderungen an die übergeordneten politischen Ebenen von Bund und Land geht. Es freut mich wenn sich Menschen für den Erhalt der Infrastruktur vor Ort einsetzen.

Frage: Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit des Landrats mit den engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor, wenn es darum geht – nach einem hoffentlichen Neubau der Schleuse – die langfristige Zukunft des Elisabethfehnkanals zu sichern?

Wimberg: Ich würde mir wünschen, dass der Kanal mit seinen Möglichkeiten mehr noch als bisher in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wird. Die Einmaligkeit dieses noch einzigen voll schiffbaren Fehnkanals in Deutschland müssen wir gemeinsam deutlicher herausstellen und nutzen. Ich sehe hier auch die weitere touristische Nutzung als wirtschaftliche Chance für das „Alte Amt Friesoythe“ und den Norden des Oldenburger Münsterlandes mit der Nachbarschaft zum ostfriesischen Raum. Es wäre schön, wenn die Bürgerinitiative bald ihren eigentlichen Zweck – „Rettet den Elisabethfehnkanal“ – verliert, sobald die Zukunft der Wasserstraße gesichert ist und dann sich vielmehr für die Förderung des Elisabethfehnkanals einsetzen kann. Ich freue mich dabei auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, denn Unterstützung kann die Kommunalpolitik dafür auch weiterhin gebrauchen

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