Attraktivität des Kanals: Alle müssen an einem Strang ziehen

Die politischen und administrativen Vorbereitungen für den Neubau der Schleuse Osterhausen sind auf einem guten Wege, wie alle verantwortlichen Politiker betonen. Alle rechnen damit, dass die Schleuse kommt. Das ist gut und das ist ein großer Erfolg für den Erhalt des Kanals, ja, geradezu die entscheidende Voraussetzung. Doch der Neubau allein ist nicht alles. Jetzt wird es darum gehen müssen, die Attraktivität des Elisabethfehnkanals für den Tourismus noch weiter zu steigern. Denn langfristig ist der Kanal nur dann zu erhalten, wenn möglichst viele Wassertouristen und in deren Gefolge auch mehr Rad-, Wohnmobil- oder sonstige Touristen nach Elisabethfehn kommen.

Die Wassertouristen – also die, die mit dem Boot anreisen – sind Zielgruppe und Attraktivitätsfaktor zugleich. Als Zielgruppe sollen möglichst viele gewonnen werden, durch den Kanal zu fahren, aber auch im Kanal zu verweilen. Studien zeigen, dass Wassertouristen im Urlaub gerne ein paar Tage an Orten verweilen und dort auch bereit sind, für Einkäufe, Gastronomie etc. Geld auszugeben – gut für die örtliche Wirtschaft! Als Attraktivitätsfaktor sind Wassertouristen zu sehen, weil die anderen Touristen – also die, die per Rad oder Wohnmobil reisen oder sich eine Ferienwohnung am Kanal mieten – das Bild des lebendigen, schiffbaren Kanals mit seinen historischen Brücken und Schleusen lieben und schätzen. Dafür braucht man die Bootfahrer auch.

Deshalb ist die Frage, wie die Attraktivität des Kanals für Wassertouristen gesteigert werden kann, besonders wichtig. Ein wichtiger Punkt wären zusätzliche Anlege-möglichkeiten, zum Beispiel in Dreibrücken, um dort für ein paar Tage oder auch nur für eine Nacht zu verweilen. Dort gibt es das tolle Moor- und Fehnmuseum, dort gibt es Einkaufsmöglichkeiten. Ähnlich attraktive Punkte gibt es auch im weiteren Verlauf des Kanals.

Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die Bedienung der Schleusen und Brücken. Diese wird gegenwärtig diskutiert. Hintergrund ist, dass im Zuge der Verhandlungen zwischen Bund und Landkreis über die Schleuse Osterhausen vereinbart wurde, dass der Landkreis in Zukunft die Verantwortung für die Bedienung der Schleusen und Brücken im Kanal übernimmt. Der Landkreis kann und will das aber nicht alleine stemmen, sondern braucht Unterstützung aus der Region. Wir haben als Bürgerinitiative den Landrat deshalb aufgefordert, sich mit allen Akteuren aus der Region, darunter auch den angrenzenden Kommunen sowie den Vereinen zusammenzusetzen, um ein Gesamtkonzept für diese Frage zu entwickeln.

Dabei ist zu bedenken, dass diese Bedienung in der Saison an über 200 Tagen gewährleistet sein muss. Täglich sind dabei mindestens zwei Durchfahrten (je eine in jede Richtung) anzubieten. Für die Schleuse und Brücke in Osterhausen sollten vier Bedienungen pro Tag erfolgen, um eine für Wassertouristen attraktive Einfahrt in den Kanal bis Dreibrücken zu ermöglichen.

Den Elisabethfehnkanal fit für die Zukunft zu machen, bedeutet, ihn noch attraktiver zu präsentieren. Damit das gelingt, müssen alle Akteure, denen der Kanal am Herzen liegt, an einem Strang ziehen.

Medienberichte zu diesem Thema

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