Neubau der Schleuse: Alle Ampeln auf grün

Die Vorbereitungen für den Neubau der Schleuse Osterhausen laufen auch Anfang 2018 planmäßig weiter. Wie der Landkreis Cloppenburg uns im Februar 2018 auf Anfrage mitteilte, arbeitet das beauftragte Ingenieurbüro intensiv an den Planungsunterlagen. Ein Großteil der Statik liegt demnach bereits dem Prüfstatiker zur Prüfung vor. In Kürze wird der Entwurf des Leistungsverzeichnisses fertiggestellt, der dann mit der Denkmalschutzbehörde und den weiteren Beteiligten abgestimmt wird. Danach folgen die weiteren Schritte in Richtung Ausschreibung der Arbeiten.

Damit bestätigte der Landkreis die Informationen, die uns bereits im Oktober 2017 gegeben worden waren. In einer Versammlung der Bürgerinitiative Rettet den Elisabethfehnkanal berichteten damals  Katharina Deeben, Leiterin Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg, sowie Berend Snippe, Technischer Berater des Landkreises, über den Stand der Dinge. Vor rund 50 Zuhörern vermittelten sie die positive Grundbotschaft: „Alle Ampeln stehen auf grün“, so Snippe. Das kam gut an und wurde mit Applaus bedacht.

EFK_logo_high_res-568Walter Eberlei, Vorsitzender der Bürgerinitiative, bedankte sich bei den beiden Gästen: „Viele Menschen in Elisabethfehn und der ganzen Region sind froh und dankbar, dass der Schleusenneubau nun gesichert auf dem Weg ist.“ Er erinnerte daran, dass fast auf den Tag genau vor fünf Jahren die Arbeit der Bürgerinitiative begann, als damals bekannt wurde, dass der Bund die Mittel für den Schleusenneubau ersatzlos gestrichen hatte.

Katharina Deeben zeigte den langen Weg seither auf, die Finanzierung des Schleusenbaus zu sichern. Erst als die letzte Finanzierungslücke geschlossen war, durften die Planungen beginnen. Das war im Frühjahr 2017. Mit Berend Snippe habe man dann einen erfahrenen Wasserbauingenieur gewonnen, der für den Landkreis das Projekt begleitet und in allen Arbeitsschritten berät. Dabei seien zahlreiche Aspekte zu bedenken, die das Projekt einmalig machten, darunter Denkmalschutz und wasserrechtliche Fragen. Doch bis jetzt laufe alles sehr gut, berichtete Deeben.

Berend Snippe stellte technische Einzelheiten des Vorhabens vor. Schon jetzt habe es eine Reihe von nötigen Voruntersuchungen gegeben, um dem Planungsbüro die nötigen Informationen bereit zu stellen. Es sei schwierig gewesen, ein Ingenieurbüro zu finden, das – in Zeiten der Hochkonjunktur – die Pläne vorbereitet. Doch hier sei nun ein erfahrenes Büro in Hamburg gefunden und unter Vertrag genommen worden. Sobald die Pläne konkreter sind, sollen diese auch den örtlichen Wassersportvereinen vorgestellt werden, um konkrete Details dann auch mit den künftigen Nutzern abzustimmen und sich Anregungen zu holen.

Auf einen präzisen Zeitplan zum Bau könne man sich nicht festlegen. Snippe verwies darauf, dass dieser Schleusenbau ein einmaliges Sonderprojekt sei. Da müsse man Schritt für Schritt vorgehen: „Eile schadet da nur.“ Wenn die bundesweite Ausschreibung im Februar/März 2018 erfolge, könne man noch im kommenden Jahr mit den Auftragsvergaben rechnen. Wann dann aber genau die Bagger anrollen, müssen mit den Unternehmen fein abgestimmt werden. Außerdem wolle man darauf achten, dass die Sportbootsaison möglichst wenig beeinträchtigt werden. Auch die genaue Bauzeit sei von vielen Unwägbarkeiten gekennzeichnet. Fazit: Wann genau die neue Schleuse ihren Betrieb aufnehmen kann, ist heute noch nicht zu sagen. Die Zuhörer nahmen es gelassen: „Hauptsache, die Schleuse kommt und wird solide gebaut“, kommentierte Walter Eberlei, und bedankte sich bei den Gästen für die erfreulichen Informationen.

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